ARCHIVIA 14 ab 6.9. in Linz – jetzt anmelden

In einer Art Parallelaktion zur ars electronica startet am 6. September unter dem Motto “Für die Zukunft kultureller Vielfalt” die Internationale ARCHIVIA 14 Konferenz in Linz, Oberösterreich.

Unser Schwester-Radio FRO schafft mit der zweiten ARCHIVIA Konferenz am 6. und 7. September 2014 im Linzer Wissensturm ein internationales Forum zum Thema öffentlicher Zugang zum kulturellen Erbe und Vielfalt im Internet.

Die Anmeldung ist >>hier<< möglich …

88vier: Senderausfall Schäferberg

Antennen mit Verteiler 90,7 OptimierungHiermit möchten wir euch über eine kurzzeitige Senderausfall auf dem Schäferberg informieren.

“Aufgrund von Antennenprüfungen und Sendermessungen seitens Media Broadcast wird es für die Frequenz 90,7 MHz am Donnerstag, den 22. Mai 2014, 01:00 bis 04:00 Uhr, zu einem Sendeausfall kommen.”

BFR: Radiocamp am Bodensee 2014

bodenseeDas Radiocamp am Bodensee findet vom 28. Mai bis zum 1. Juni 2014 auf dem DGB-Jugendcamp Markelfingen direkt am Bodensee statt. Seit nunmehr 19 Jahren organisiert der AFF mit Unterstützung des Bundesverbands Freier Radios ein Camp für freie Radioaktive zum Kreativ-Werden, zum Lernen, zum Plaudern, zum Kontakte knüpfen, zum Diskutieren und zum gemeinsamen Produzieren.

Es werden unterschiedlichste Radioworkshops für redaktionell, technisch oder theoretisch Interessierte angeboten. Begleitet wird das Ganze von einem kulturellem Programm und verschiedenen Freizeitaktivitäten – in natürlicher Umgebung.

Anmeldung bis zum 13. Mai 2014 und mehr Infos unter:

http://www.aff-bawue.org/radiocamp14.htm

Bund Freier Radios:

* http://freie-radios.de/

Neues aus der Anstalt: Bei “88vier” bleibt alles beim alten.

Wo es einen Überfluss an Entscheidern* gibt, sind deren Entscheidungen, meist – überflüssig. Und da, wo sie entscheiden sollen, weil sie entscheiden dürfenkönnen sie sich am Ende nicht entscheiden. Und alles bleibt, wie es ist.

Bildungsbürgerlich wäre diesem wechselweise bald bürokratischen bald neoliberalten Dilemma ein Bild aus der griechischen Mythologie beizulegen, Herakles etwa, oder irgendeine Episode aus dem Leben des Odysseus, oder wenigstens doch: Hamlet.

Aber Mythen scheinen nicht die Sache der MABB zu sein und erst recht nicht des Medienrates. Derselbe geruhte nämlich dieser Tage, die 88vier – ruhen, d.h. wo immer möglich, nichts anzutasten, und alles beim alten zu lassen. Gehen Sie weiter, sehen Sie! Es geht doch auch so…

Dabei hatte der Medienrat mit der um mehr als einen Monat vorgezogenen Wiederausschreibung der Lizenzen für die 88vier den Antragstellenden signalisiert, dass er es eben sein müsse, er, der alte Medienrat, der über die weitere und erneute Vergabe der Sendezeiten auf der Frequenz 88,4 Mhz und 90,7 zu verfügen habe. Denn bei einer turnusgemäßen Ausschreibung hätte es dem im Frühjahr neu zu wählenden Medienrat oblegen, nicht nur über den neuen Direktor der Medienanstalt zu entscheiden, sondern auch über die Zukunft eines Projektes eben dieser Anstalt: die 88vier.

Stattdessen geruhte das Gremium, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Denn die 88vier, das hauseigene Projekt – das ist nicht einmal ein Krümel, angesichts des Kuchens, den es in den kommenden Monaten zu vergeben gilt: viele neue, ehrenamtliche Posten im Medienrat, den Vorsitz des Medienrates selbst, und schließlich ist der Posten des Direktors der Medienanstalt vakant, den seit 30 Jahren (sic!) Hans Hege verwaltet.

Und so ist die Entscheidung des Medienrates, die Freien Radios, die eine tägliche Sendezeit von 17 Uhr bis 6 Uhr beantragt hatten, mit dem Status Quo zu bescheiden, also: Montags bis Donnerststags von 19-6h – ein Akt purer Selbstreverentialität.

*(bewuszt nicht gegendered)

PS: Inzwischen ist auch der Senderstandort am Postscheckamt in Kreuzberg fraglich, nachdem das Gebäude verkauft und in einen Wohnturm verwandelt werden soll. Und so spiegelt selbst die derzeitige Planung der MABB, den Sendemast der 88,4 Mhz mit vergrößerter Sendeleistung in den Westen zu verlegen, eine Entscheidung, die der MABB von Außen auferlegt war …

 

88vier: Gemeinsamer Antrag für Community Radio in Berlin-Brandenburg

Perfect DuoDies ist der Antrag von 4 Radiostudios, 150 Redaktionen, 300 Sendemachenden und Tausenden Hörer/innen, vertreten durch Colaboradio, Frrapo, Pi Radio und Studio Ansage.

Wir beantragen einen von der „88vier“ unabhängigen Community-Radio-Bereich auf 88,4/90,7 MHz von Montag bis Sonntag, also täglich von 16:00 Uhr bis zum nächsten Morgen 6:00 Uhr im wöchentlichen Turnus. Die Anträge der genannten Teilnehmer liegen gesondert bei.

Im folgenden nehmen wir eine kritische Bestandsaufnahme von vier Jahren „88vier“ vor, erörtern Optionen und Alternativen und gehen schließlich auf die Leistungen des Community-Radio-Bereichs ein. Weiterlesen

Community Radio Berlin-Brandenburg: Alles umsonst?

HimmelblauHeute ist bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) ein Brief an den Medienrat eingegangen, in dem wir beantragen, den Community-Radio-Bereich des Sendeverbunds 88vier ab Januar 2014 gleichwertig zur Radioabteilung des Offenen Kanals, der ebenfalls auf 88vier sendet, zu finanzieren. Seit Sendestart der 88vier im Mai 2010 haben die Teilnehmer des (vom Medienrat 2012 bestätigten) Community-Radio-Bereichs Fördermittel und geldwerte Leistungen in Höhe von etwa 400.000 € in die 88vier eingebracht. Wir bitten um eine wohlwollende Prüfung unseres Anliegens auf der kommenden Medienratssitzung am 25. Oktober 2013 und um eine schriftliche Antwort. Weiterlesen

Weitermachen – freie Medienarbeit überall

Mitte Juli fand bei der Rosa-Luxemburgstiftung am Mehringplatz ein kleines aber feines Seminar mit dem Titel: Freie Medien und ihre Rolle in aktuellen sozialen Bewegungen statt. Dabei ging es keineswegs allein um die Verhältnisse hierzulande. Thematisch und personell war die Veranstaltung international angelegt. So waren neben Vertreter/innen freier Radios vom BFR auch Medienaktivistinnen aus Argentinien, Tunesien, den USA geladen. Der Schwerpunkt lag sicherlich bei der Medienarbeit für und auf den Weltsozialforen – die Beiträge und Diskussionen gingen aber oft über diesen Rahmen hinaus.

Peter Nikolaus Funke von der University of South Florida sprach eingangs über Der schwankende Hegemon USA: Einschätzung der aktuellen Situation und der Perspektiven – dem ein Grundsatzreferat von Judith Dellheim (Rosalux, Berlin) folgte: Europa in der Krise: Krisenpolitik kritisch hinterfragt. Christian Schröder stellte in seinem Vortrag über freie Medienarbeit in Brasilien, dem “Heimatland” der Weltsozialforen in Porto Alegre, das Netzwerk ciranda vor. Er stellt die (plausible) These auf, dass die Netzwerke der freien Medien sich “im Windschatten” der Weltsozialforen gebildet haben. Wurde zu Beginn der WSF noch proprieritäre Software eingesetzt, wurde ab 2004, mit dem WSF in Indien, auf Freie Software umgestellt – einen nächsten Schritt dieses Prozesses, der auf Aneignung basiert und auf Emanzipation zielt, ist das Aufkommen der Gemeinderadios, die aus ciranda hervorgingen. Nicht nur in Brasilien, in ganz Lateinamerika gelte inzwischen (technisch vermittelte) Kommunikation als Menschenrecht – wie die aktuellen Gesetzgebungen in Argentinien, Bolivien und Ecuador zeigen – wo beispielshalber bis zu 1/3 der Frequenzkapazitäten nichtkommerziellen, privat betriebenen Radios zur Verfügung stehen müssen.

Von diesen paradiesischen Aussichten sind die Aktivist/inn/en in Tunesien weit entfernt, wie der per Videostream geschaltete Beitrag von Radio Regueb zeigte. Erst 2005, übrigens im Kontext des World Summit of Information Society, wurden zum erstenmal fünf private Radios lizensiert. Die aktuelle Mediengesetzgebung sieht eine halbjährliche Lizenzgebühr von 60.000 Euro vor – ein Betrag, der jede lokale, zumal nicht-kommerzielle Radioinitiative vor eine nachgerade unüberwindliche Hürde stellt. Z.Zt. versucht die tunesische Gewerkschaft der Radiomachenden zusammen mit amarc , dem Weltverband der Freien Radios, eine Änderung herbeizuführen. Die Situation in Lateinamerika hat hier Modellfunktion.

Die USA gelten gemeinhin als das Land des internet. Da stört’s offenbar nicht weiter, wenn in einer Stadt wie Philadelphia 40% der Bevölkerung keinen (direkten) Zugang zum internet haben. Diese Situation versucht das Media Mobilizing Project zu ändern. Zugleich strebt das MMP an, lokale Bewegungen, die unterander eher kaum vernetzt sind, durch praktische, gemeinsame Medienarbeit zusammenzubringen: Dies betrifft z.B. die Wohnungssituation, den öffentlicher Nahverkehr, Schule(n) etc.. Die Arbeit des MMP ist langwierig – hat aber einen langen Atem, wie Todd Wolfson (University of New Jersey) ausführte. Wie kann die kommunikative Dichte erzeugt werden, die einmal in z.b. einer Ford-Fabrik bestand? Wo vor Ort, im Betrieb, unter Tausenden Beschäftigten eine enorme Verdichtung kommunikativer Akte möglich – und so die Bildung einer, zugespitzt, Klassenidentität möglich war … Heute knüpfen “put people first” und “99%” medial an diese historische Erfahrungen an.

Zum Abschluss wandte sich das Seminar mit kontext.tv und dem FrauenLesbenFilmCollectif lasotras, wieder Deutschland zu.  Während kontext.tv aktuell viel zur ‘Krise’ und zur europäischen Flüchtlingspolitik macht, ist der Anspruch von lasotras, eine gute Balance zwischen feministischen Ansätzen und sozialen Bewegungen zu finden.

Abschließend wäre dem Freien Medien-Seminar eine Fortsetzung zu wünschen.

 

2.3., ab 15h30 frrapó: radiosalon

Einweihungsparty auf Frrapó Art…

Am 02.03.2013 im Hauszwei / freiLand, (14473 Potsdam, Friedrich-Engels-Str. 22, in: maps.google.de)

Das Freie Radio Potsdam ist umgezogen und will nun das neue zu Hause präsentieren.

Alle Sendemacher/innen und Frrapó-Aktivist/inn/en laden euch ein, gemeinsam einen schönen Tag in den neuen Räumen des Hauszwei im freiLand Potsdam zu verbringen.

Im neuen Studio kannst du Radiomacher/inne/n über die Schulter schauen und dich selber ausprobieren, bei der Vinylsammelstelle können Platten und anderer Kram getauscht oder gekauft werden, im Club Mitte können alle, die schon immer wissen wollten, wie’s geht, funktionstüchtige, stromlose Radios selber bauen und das alles ohne zu verhungern und und und…

Für alle Potsdamer Bands & Soundbastler/innen ist das eine super Gelegenheit, ihre eigenen Tapes und Tonträger vorbeizubringen und ins größte Potsdamer Musikerarchiv einzuordnen, damit das Frrapòteam euch regelmäßig On Air schicken kann.

Das wunderbare Team aus dem Hauszwei Café wird uns den Tag über mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen; und bei unserem Kuchenbuffett gibts was Süßes für danach…

***Trommelwirbel***

Hauszwei:

15.30 Uhr Einlass
16.00 Uhr Beginn – Begrüßung
16.30 Uhr Cinnamon Fern (rock wave)
17.00 Uhr MontagsOrchester (multiinstrumentalmusik)
17.30 Uhr Ute Apitz “LIEDERliche Lesung”
18.00 Uhr Hamati Jazz Trio
18.30 Uhr Live Hörspiel
19.00 Uhr Marmeladensitzung (open session)
19.30 Uhr Surfpoet Konrad Endler (lesung)
20.00 Uhr Dana Shanti
20.30 Uhr Scar feat. Camufingo & DJ Kalle (urbanite)
21.00 Uhr Jaycop ohne Asi (fleisch&pommes mc’s)
21.30 Uhr Phil Flash & Robirythm (funky disco)
23.30 Uhr Crunky Town Orchestra (live d’n’b)
24.00 Uhr Baddaboom Soundsystem (reggae/dancehall)
02.00 Uhr TakTarTBeats (hiphop)… Party
Frrapó – Studio:

Die ganze Zeit Radio machen und hören!